Kunst

Kreativität und Drogenkonsum – Gene, Wahnsinn und Genie

Jeder kenne das Klischee des Künstlers, der mit Hilfe von Drogen sein Genie entfaltet. Sehr oft erzeugen Drogen eine Gefühlsintensität, die dann bei kreativen Denkprozessen positiv genutzt werden kann. Die Droge dient dem Künstler dazu, sein existierendes Genie ans Tageslicht zu bringen.

Bryan Saunders: Kunst unter Drogeneinfluss

Bryan Saunders: Kunst unter Drogeneinfluss

Drogen fördern die Kreativität

Unter dem Einfluss von Drogen fällt es nicht nur kreativen Menschen leichter ihren Gedanken und Ideen mehr Freiheit zu geben. So entdecken viele Künstler schon sehr früh unbewusst, dass ihre Gefühlswelt, wenn sie Drogen genommen haben, nicht im Gleichgewicht ist. Ihre Stimmung ist verändert, sie haben Halluzinationen und ihre Wahrnehmung ist eine Andere: Sie sind kreativer!.

Es gibt eine Menge Experimente zum Thema Kunst unter Drogeneinfluss. Die konsequenteste Umsetzung hat wohl der Bryan Saunders mit seinen Selbstporträts durchgeführt. Seit mehr als 17 Jahren fertigt der Amerikaner jeden Tag ein Selbstporträt an – viele davon unter Drogen.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Kreativität und Sucht?

David J. Linden, Professor für Neurowissenschaften an der Johns Hopkins University und Chefredakteur des „Journal of Neurophysiology“, erklärt anhand von biologischen Studien die neuesten Forschungsergebnisse über Suchtabhängigkeit in seinem Buch „Woher die guten Gefühle kommen“. Seiner Meinung nach wollen Künstler oft ihre Kreativität anregen oder neue Formen der Wahrnehmung erkunden. Dies ist zunächst eine Quelle für gute Gefühle, führt später aber oft zu einer Abhängigkeit: Das zu Beginn positive Gefühl verwandelt sich in ungeduldige Begierde.

kreativitatGenetisch tappen die Wissenschaftler aber noch im Dunkeln. Bisher wurde noch kein „Suchtgen“ gefunden.

Sicher ist sich David J. Linden allerdings darin, dass Stress immer negative Wirkungen auf alle Menschen die suchtgefährdet sind, hat.

Die Kehrseite des Drogenkonsums

Auch wenn Drogen eine kurzfristige kreativitätsfördernde Wirkung besitzen, haben sie langfristig meist hemmende Auswirkungen oder sogar Beeinträchtigungen zur Folge. Oft dienen Drogen dem Künstler in erster Linie der Weltflucht. Hier nur drei Beispiele, bei denen Künstler Drogen nicht nur zur Kreativitätsförderung eingesetzt haben: William Burroughs erschoss unter Alkoholeinwirkung seine Frau. Der Schriftsteller Edgar Allen Poe starb noch jung an seiner Opiumsucht und  der Gitarrist der Punkband Sex Pistols, Sid Vicious, starb im Alter von nur  21 Jahren an einer Überdosis Heroin.

Fazit

Empfehlenswert ist der gesunde Mittelweg. Ein extremer Drogenkonsum sollte in jedem Fall vermieden werden. Wer aber einmal austesten will, welchen Einfluss eine leichte Droge auf die eigene Kreativität hat, kann dies getrost mit Cannabis Samen versuchen. Die Einfuhr und der Besitz von hanfsamen sind in Deutschland nach § 1 Abs.1 BtmG iVm. Anlage I nicht strafbar, solange man diese nicht einpflanzen will.

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