Was ist Poetry Slam?
"Poetry Slam wurde in Chicago von Marc Smith aus der Taufe
gehoben, der zwar Lyrik liebte, aber einfach nicht glauben konnte,
wie langweilig die Dichterlesungen waren, die er besuchte. Unbekümmert
und in dem Bestreben, dem Publikum wieder Einfluß auf das
Geschehen zu verschaffen, machte er das Unmögliche wahr: Bei
einem Poetry Slam bewerten Juroren nach dem gleichen System wie
beim olympischen Kunstspringen. Eine Null für ein Gedicht,
das nie hätte geschrieben werden sollen, eine Zehn für
ein Gedicht, das bei allen einen simultanen Orgasmus auslöst."
Bob Holman
Poetry
Slam, das ist - zumindest technisch gesehen - ein Wettstreit der
Dichter und Poeten. Jeder Teilnehmer hat eine bestimmte Zeitspanne
(meist zwischen fünf und sieben Minuten), um das Publikum in
seinen Bann zu ziehen. Die Möglichkeiten sind hierbei so vielfältig
wie man sich nur denken kann: Sozialkritische Denker, verspielte
Wortverdreher, nachdenkliche Flüsterer und aggressive Schreier,
Komödianten, Satiriker und Kabarettisten oder einfach nur Geschichtenerzähler.
Alles gibt es, alles wird aufgenommen, alles wird
akzeptiert - solange es nur nicht langweilt.
Neben
dem gesprochenen, gedichteten, gereimten Wort spielt dabei auch die Darbietung
eine Rolle. Unvergessen bleibt Sebastian Krämer, der den Stecker aus seinem
Mikrophon zog und selbiges sieben Minuten lang beschimpfte, verfluchte und verspottete
- vor über tausend Zuschauern. "Na, wo warst Du denn, als Moses die
zehn Gebote verkündete?" Dies brachte die Halle zum Kochen und ihm den
Titel des Slam-Champions 2003.
Der Slam, das ist der Schlüssel um die Lust am
gesprochenen Wort in die neue Zeit zu tragen.
Noch einen knappen Monat haben wir Zeit. Dann öffnen sich
die Pforten des Stuttgarter Theaterhauses - zuerst für die Entscheidung im
SLAM der unter 20-jährigen, dann folgt der dreitägige Wettbewerb.
Seid dabei...
Impressionen
vom SLAM.2003 
Tickets,
Hotel und Nahverkehr - das SLAMpaket 
Der
Gewinner des SLAM.2003 Sebastian Krämer 
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